Aus einem Rettungsboot werden sieben!

Unsere erste große Idee für unser Projekt war das Rettungsboot für die indigene Bevölkerung am kolumbianischen Amazonas.

In Bezug auf das Gesundheitssystem der indigenen Bevölkerung ist das größte Problem nicht der Mangel an Bereitstellung einer Behandlung im Krankenhaus, sondern der Zugang zu diesem Service aufgrund mangelnder Transportmöglichkeiten. Die Indigenen müssen zum Teil tagelang mit dem Kanu bis Leticia fahren, um das Krankenhaus zu erreichen. Mit einem Rettungsboot würden die Personen der Communities die Möglichkeit haben, schnell und zuverlässig ins Krankenhaus gebracht zu werden.

Somit kam letzten Spätsommer mit dieser Idee auch die Motivation für die Gründung für unseren Verein. Es folgten viele (virtuelle) Meetings im Team um zu schauen wie wir diese Transporthilfestellung den Indianern ermöglichen können. Teil unserer Arbeit war auch Recherche, deshalb hatten wir viele Gesprächen mit den Curacas (Leiter der indigenen Communities), um unser Projekt besser planen zu können. Für die Befragungen nutzen wir eine vorher erstellte Umfrage, die folgende Ergebnisse lieferte:

Nun hat sich es jedoch so ergeben, dass durch unser Interesse an diesen fehlenden Dienstleistungen für die Indianer, der „Indianerverbund“ am Amazonas bei MALLAMAS (eine Krankenversicherung nur für Indigene) einen gewissen Druck erzeugt hat, auch ihnen diese Dienstleistungen zu ermöglichen.

Gut ein halbes Jahr später hat sich die kolumbianische Regierung durch MALLAMAS dazu verpflichtet, pro Indianerreservat (besteht aus mehreren indigenen Bevölkerungen, insgesamt gibt es 7) ein Boot mit einem Bootfahrer, einem Krankenpfleger und Treibstoff für Notausflüge der Gemeinde zu finanzieren. Krankenpfleger und Bootfahrer sollten von den indigenen Communities selbst beauftragt werden. So werden auch lokal Arbeitsplätze für Indianer geschaffen. Aufgrund des Mangels an geschultem Personal in den indigenen Bevölkerungen für Bootsfahrer und Krankenpfleger verzögert sich der Start jedoch noch. Wir warten also gespannt wann die 7 Rettungsboote ihre erste Fahrten haben!

Wir freuen uns sehr dass die Bedeutung dieses Projektes endlich von der kolumbianischen Regierung anerkannt wurde und diese sich dazu bereit erklärt hat gleich 7 Rettungsboote bereitzustellen! Als FATA Team sind wir sehr stolz, dass unser Einsatz und Engagement den Anstoß gegeben hat die Boote für Notfälle in den Gemeinden bereitzustellen.

Was heute wie ein Traum schien, steht für die 7 indigenen Reservate mit mehr als 20.000 Einwohnern kurz vor der Realität.

Nachdem die Sommeraktion Zähneputzen schon so dankbar empfangen wurde, arbeiten mit voller Motivation auf unser nächstes Projekt hin und freuen uns, euch bald auch hierzu informieren zu können!

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